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Lenkungsausschuss-Treffen kurz vor Projektende

Lenkungsausschuss-Treffen kurz vor Projektende
Jos Peerlings (ZLTO) hieß die Anwesenden im Cultuur Haven Veghel willkommen

Unter dem Titel „Einblicke in den Food Pro·tec·ts-Innovationsprozess“ kamen Ende November Vertreter der am GIQS-Projekt Food Pro·tec·ts beteiligten Partner, der Euregio Rhein-Waal sowie Vertreter der Geldgeber von niederländischen Provinzen und vom Land Nordrhein-Westfalen in der südniederländischen Stadt Veghel zusammen, um sich über die bisherigen Projektaktivitäten und die Planung der verbleibenden Monate bis zum Projektende zu informieren.

Im Cultuur Haven Veghel kamen die Projektvertreter passenderweise in der Apotheke des ehemaligen Tierfuttermischwerks zusammen. Jos Peerlings vom niederländischen Bauernverband ZLTO begrüßte die Anwesenden und erläuterte in einem kurzen Vortrag die Bedeutung der Region Veghel für die Lebensmittelbranche früher und heute. Anschließend bilanzierte GIQS-Projektmanager Dr. Oliver Breuer den bisherigen dreieinhalbjährigen Projektverlaufs von Food Pro·tec·ts. Dabei betonte er, dass die größte Kraft des Projektes in der großen Diversität der über 20 Partner steckt: Durch die Zusammenarbeit konnten somit Dinge erreicht werden, die beim Projektstart noch gar nicht auf der Agenda standen. Dies war auch dadurch möglich, dass alle Partner ein hohes Maß an Motivation, Flexibilität und Durchsetzungsvermögen mitgebracht haben.

Gleichzeitig gab Oliver Breuer mit seinem Vortrag den Startschuss für einen selbst entwickelten Reviewprozess, indem alle Projektergebnisse bis zur Abschlussveranstaltung im Sommer von internen und externen Personen begutachtet werden. Die Arbeit sowie die entwickelten Produkte der einzelnen sechs Projektcluster sollen in diesem Prozess kritisch bewertet werden, um auch für zukünftige Projekte noch mehr voneinander zu lernen. Die zuständigen Clustermanager präsentierten als ersten Schritt des Reviewprozesses sodann die Ergebnisse ihrer sechs Teilprojekte.

Verspillingsfabriek: Talenten eine zweite Chance geben

Den Abschluss des Lenkungsausschusstreffens bildete die Besichtigung der nahegelegenen „Verspillingsfabriek“, einem Unternehmen, welches sich zum Ziel gesetzt hat, der Lebensmittelverschwendung den Kampf anzusagen. Allein in den Niederlanden werden jährlich Lebensmittel im Wert von mindestens 5 Milliarden Euro weggeworfen, da sie zu klein, missgebildet oder zu bunt sind. Dazu gehören unter anderem auch Tomatenreste von Burgerketten, welche einzig und allein die inneren Scheiben verwenden – der Rest wird entsorgt. Die Verspillingsfabriek rettet dieses Gemüse und bereitet daraus leckere Suppen, Soßen und Eintöpfe zu. Dies geschieht durch Menschen, die normalerweise nicht dem normalen Arbeitsmarkt angehören würden – diesen Talenten wird genauso wie den Lebensmitteln eine zweite Chance gegeben.

Food Pro·tec·ts wird im Rahmen des INTERREG V A-Programms Deutschland-Nederland durchgeführt und mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des niederländischen Wirtschaftsministeriums, des MWIDE NRW und der Provinzen Gelderland, Limburg und Noord-Brabant mitfinanziert. Es wird begleitet durch das Programmmanagement bei der Euregio Rhein-Waal.