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GIQS in der Fleischerzeugung

Grenzüberschreitende integrierte Qualitätssicherung in der Fleischerzeugung

Erstmals arbeiteten Universitäten, Erzeuger-, Schlacht- und Verarbeitungsunternehmen sowie staatliche Kontrollinstitutionen in Deutschland und den Niederlanden zusammen, um das Qualitätsmanagement in der Fleischerzeugung zu verbessern. Dabei wurden Lösungen für eine verbesserte Rückverfolgbarkeit, produktbegleitenden Informationsaustausch sowie die Unterstützung von Qualitätsmanagement-Methoden zur Planung und Optimierung von Prozessen erstellt. Das Projekt trug dazu bei, dass Landwirte, Tierärzte, Berater und Schlachthöfe die Qualität der Produkte besser planen, kontrollieren und sichern können. Gesundheitsinformationen über Schweine sollen beim grenzüberschreitenden Handel nicht mehr verloren gehen.

Quelle: GIQS

Öffentliche und private Dienstleister unterstützen die gesamte Produktionskette beim Aufbau eines integrierten Qualitätsmanagements auf nationaler Ebene, das Transparenz für alle Beteiligten und für Verbraucher schafft. In der Schweinefleischerzeugung passieren zwar täglich eine Vielzahl von Ferkeln, Mastschweinen und Fleisch die niederländisch-deutsche Grenze, nicht jedoch Informationen wie Herkunfts- und Gesundheitsdaten, die auf der jeweils anderen Seite der Grenze für die Qualitätssicherung benötigt werden.

Um diese Wissenslücke zu schließen, haben sich zwölf Kooperationspartner aus Deutschland und den Niederlanden zu einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt zusammengeschlossen. Seit März 2002 erstellte GIQS Werkzeuge zur Unterstützung eines überbetrieblichen Qualitäts- und Gesundheitsmanagements.

Bewährte Lösungen aus der Industrie wie Risiko- und Schwachstellenanalyse, Dokumenten- und Auditmanagement wurden außerdem auf die Bedürfnisse der Fleischerzeugung angepasst. Zugleich wurden kleine und mittelständische Unternehmen der Fleischerzeugung bei der Einrichtung unternehmensübergreifender Qualitäts- und Gesundheitsmanagementsysteme unterstützt, zu denen sie allein weder personell noch finanziell in der Lage sind.

Zur besseren Verbindung staatlicher und eigenverantwortlicher Kontrollen wurde auf Basis der im GIQS Backbone zusammengeführten Daten ein Entscheidungsmodell entwickelt, das eine risikoorientiere Schlachttier- und Fleischuntersuchung zulässt.

Ein Modell zur Wirtschaftlichkeitsberechnung machte die finanziellen Unterschiede zwischen Qualitätsprogrammen der beiden Länder transparent.

Alle Entwicklungen wurden in angewandter Forschung direkt in drei Fleisch erzeugenden Ketten aus Deutschland und den Niederlanden erprobt. Nach erfolgreicher Testung wurden sie für alle zugängig, die ein kettenorientiertes Gesundheits- und Qualitätsmanagement einführen oder ihr vorhandenes System verbessern wollen.

Die Unternehmen und nicht zuletzt die Verbraucher profitieren von den Ergebnissen: gesunde Tiere, verbesserter Tierschutz, wirtschaftliche Produktion und verbesserte Lebensmittelsicherheit. Außerdem wurde Marktposition der Fleisch erzeugenden Industrie beiderseits der Grenze nachhaltig gestärkt.

Projektpartner

Geldgeber

GIQS in der Fleischerzeugung wird im Rahmen des INTERREG III A-Programms Deutschland-Nederland durchgeführt und mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des niederländischen Landwirtschaftsministeriums, der Wirtschaftsministerien der Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens sowie der Provinz Gelderland mitfinanziert. Es wird begleitet durch das Programmmanagement bei der Euregio Rhein-Waal.

  • Förderprogramm: INTERREG III A
  • Budget: 3,3 Mio. Euro
  • Laufzeit: 03/02 - 12/05
  • Partner: GIQS + 11