
Die Außer-Haus-Verpflegung ist in Deutschland neben dem Lebensmitteleinzelhandel der zweite wichtige Absatzmarkt für die Ernährungsindustrie. Die zunehmende Relevanz der Schulverpflegung als Bestandteil des Außer-Haus-Marktes, bietet für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) der Agrar- und Ernährungswirtschaft neue Absatzpotentiale.
GIQS koordiniert das im Rahmen des NRW-EU Ziel 2-Programms „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung 2007-2013 (EFRE)“ geförderte Projekt. Es hat ein Volumen von rund 1 Mio. Euro. In Zusammenarbeit mit der Universität Bonn (Food Net Center Bonn, Kompetenzzentrum Gartenbau) wird das aktuelle Liefersystem des EU-Schulobstprogramms in NRW qualitativ untersucht. Es sollen ökonomische und qualitative Optimierungskonzepten entwickelt und zeitgleich die Qualität der angebotenen Produkte gesteigert werden. Zudem sollen Handlungsempfehlungen für eine sachgerechte Be- und Verarbeitung sowie Lagerung erarbeitet werden. In einem Pilotprojekt mit abschließender Evaluation werden die erlangten Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt.
Projektziel
Das Ziel ist die Wettbewerbsfähigkeit der in NRW ansässigen KMUs, unter besonderer Berücksichtigung der Wertschöpfungsketten „Obst und Gemüse“, bei der Schulverpflegung zu verbessern und deren Markteintritt zu erleichtern. Es sollen innovative Konzepte in den Bereichen Vermarktung, Qualitätsmanagement, Lieferlogistik und zielgruppenorientierte Weiterbildungsangebote implementiert werden.
Weiter ist geplant die hier entwickelten Konzepte, die einen betriebswirtschaftlichen Nutzen durch die Lieferung hoher Qualität erzeugen, auf andere Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung wie Kindergärten, Krankenhäuser, Hochschulen, Alten-/Pflegeheime, Behinderteneinrichtungen, Kantinen etc. zu übertragen.
Projekt
Über drei Jahren wird in acht Arbeitspaketen zusammengearbeitet, um das aktuelle Liefersystem des EU-Schulobstprogramms in NRW zu optimieren. In der ersten Projektphase wird der Grundstein für die Zusammenarbeit und den Beginn der Aktivitäten gelegt, in der zweiten Phase werden innovative Lösungskonzepte für die Vermarktung und Qualitätssicherung von Obst- und Gemüseprodukten entwickelt und die abschließende, dritte Phase steht vornehmlich im Zeichen des Know-how-Transfers und der Umsetzung der erarbeiteten Ergebnisse.
Das Forschungsvorhaben ‚Frucht macht Schule’ wurde im Förderwettbewerb Ernährung.NRW genehmigt und ist im August 2011 angelaufen.
Claudia Kapfer
Tel.: +49 (0)228 73 4598
email:c.kapfer@giqs.org
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Pressemeldung des MKULNV vom 27.2.2012: Nordrhein-westfälisches EU-Schulobstprogramm wirkt – Obst- und Gemüseverzehr von Schulkindern deutlich angestiegen>>